Uraufführung
FR
SA
SO
Komposition:
AILÍS NÍ RÍAIN, JULIE HERNDONChoreographie, Ko-Kreation, Kostüme:
LEE MÉIRKonzept:
OX&ÖLRegie:
PHILIP BARTELSDramaturgie:
STEPHANIE MÜNDEL-MÖHRProduktionsleitung:
ARIANE RUSSIDarsteller*innen:
ELI COHEN, LUA LEIRNER, SIMONE KELLER, KASSANDRA WEDELDie Produktion „Hidden Heartache“ ist das Ergebnis eines mehrjährigen künstlerischen Rechercheprozesses, dessen Ausgangspunkt die Publikation „Hidden Heartache“ der Pianistin Simone Keller war: Ein Buch, das eine 100-minütige Aufnahme von Klaviermusik der letzten 100 Jahre mit einem Essayband zu sozialer Ungleichheit in der Musikgeschichte vereint. Das daraus entstandene Musiktheaterprojekt benutzt dieses Material eher als Inspirationsquelle denn als Archiv und versteht sich als lebendige, performative Auseinandersetzung mit der Publikation. Wie können historische und konzeptuelle Fragen von Ausschluss und Zugänglichkeit in der heutigen Aufführungspraxis gegenwärtig werden?
Von Beginn an hat die gemeinsame Arbeit die naive Vorstellung hinterfragt, Musik sei eine Universalsprache, die von allen Menschen auf dieselbe Weise verstanden werden kann. Musikalische Wahrnehmung ist immer kulturell, historisch und individuell geprägt; sie verändert sich mit den sozialen, körperlichen und sinnlichen Erfahrungen, aus denen heraus wir Klang erleben. In „Hidden Heartache“ ist Musik kein gemeinsamer Code, sondern ein Raum, in dem unterschiedliche Wahrnehmungsweisen aufeinandertreffen.
„Hidden Heartache“ reflektiert das Erleben von Musik auch aus einer nicht-hörenden Perspektive und fragt: Wo beginnt Bewegung? Zwischen einem Flügel und einem tanzenden Körper, zwischen Vibration, Geste und Gebärde breitet sich Klang nicht nur im Raum aus, sondern wird auch körperlich spürbar. Durch die Bewegungen der Performerinnen entsteht visuelle Musik, in der sich Klang und Bewegung fortwährend gegenseitig transformieren. Ab wann wird Tanz zu Musik – und Musik zu Tanz?
Die prozesshafte Arbeit des Schweizer Kollektivs ox&öl erstreckte sich über den Zeitraum von mehr als zwei Jahren. Von Anfang an war es dabei zentral, Taube* und hörende Perspektiven nicht als gegensätzliche Positionen zu behandeln, sondern als eigenständige und gleichwertige Formen der Wahrnehmung unter vielen. Anstatt eine einheitliche Sprache anzustreben oder nach Übersetzungen zu suchen, war der Prozess von der Entscheidung geprägt, unterschiedliche Wahrnehmungsweisen nebeneinander bestehen zu lassen bzw. ihnen den Raum zu geben, nebeneinander bestehen zu können.
Eine zentrale Rolle spielte dabei die Zusammenarbeit zwischen der Pianistin Simone Keller mit den Komponistinnen Ailís Ní Ríain und Julie Herndon. In der Zusammenarbeit flossen unterschiedliche sensorische und künstlerische Perspektiven in das Material ein: eine Taube und eine hörende Perspektive – nicht als feste Kategorien, sondern als gelebte und individuell geprägte Zugänge zu Klang, Körper und Wahrnehmung. Dabei hat sich herausgestellt, dass die unterschiedlichen Herangehensweisen überhaupt nicht nach Vereinheitlichung streben, sondern während des gesamten Entwicklungsprozesses in produktiver Spannung bleiben.
Gleichzeitig waren die Performerinnen Eli Cohen, Lua Leirner und Kassandra Wedel gemeinsam mit der Choreografin Lee Méir und dem Regisseur Philip Bartels maßgeblich an der Gestaltung des Stücks beteiligt. In einem kollektiven Prozess sind Komposition, Choreografie und Performance keine voneinander getrennten Ebenen, sondern kontinuierlich miteinander verflochten.
Es geht in „Hidden Heartache“ also nicht darum, eine gemeinsame Sprache zu finden, sondern darum, einen gemeinsamen Raum zu schaffen, in dem unterschiedliche Wahrnehmungen nebeneinander bestehen und in Beziehung treten können. Daraus entsteht eine fragile, sich ständig verändernde Form des Miteinanders – eine, die anerkennt, dass Verständnis niemals umfassend ist und sich nie alles vollständig erschließt.
* «Taub» (mit großem Anfangsbuchstaben) ist eine positive Selbstbezeichnung von Menschen, die nicht hören – unabhängig davon, ob sie gehörlos, schwerhörig oder resthörend sind.
Ailís Ní Ríain:
Auszug aus «Into the Sea of Waking Dreams» (2007)
Eine Suite kurzer Stücke, die über Zwischenzustände von ruheloser Wachheit und Traum reflektieren. Die vier Stücke werden von optionalen Texten begleitet, die im Rahmen der Aufführung gesprochen, geflüstert, gesungen oder gedacht werden können.
Ailís Ní Ríain:
«Beautiful Cracked Eyes» (2008)
Ein episodisches Werk, das zehn miniaturhafte «Szenen» andeutet. Der Titel stammt aus einem Gedicht des irischen Dichters Pat Ingoldsby. Für ihn waren Menschen mit «beautiful cracked eyes» jene, die ein Leben voller Schwierigkeiten und Enttäuschungen erfahren haben und dadurch eine mühsam errungene Weisheit besitzen. Diese Menschen sind oft von der Gesellschaft ausgeschlossen, leben am Rand, sie sind die Verzweifelten.
Ailís Ní Ríain:
«Anomaly» (2019)
Ein sehr kurzes Werk für Toy Piano. Eine «Anomalie» bezeichnet etwas, das von dem abweicht, was als Standard, normal oder erwartet gilt – eine Unregelmäßigkeit oder Inkonsistenz, oft beschrieben als ein «Ausreißer» innerhalb eines Musters.
Ailís Ní Ríain:
«Hidden Heartache» (2026, UA)
«Hidden Heartache» ist ein neues Werk für Klavier und fixed audio media. Die Komponistin spielt das aufgenommene Klaviermaterial, während die live spielende Pianistin Simone Keller in Echtzeit auf eine Reihe veränderter und präparierter klanglicher Impulse reagiert. Im Zentrum steht die Fähigkeit der Performerin, in Echtzeit zuzuhören, nachzuahmen und zu spiegeln – ein «Geister-Duett» zwischen einer Tauben Komponistin/Pianistin und einer hörenden Live-Performerin. Das Werk gibt der Performerin die Freiheit, auf jede Wiederholung des vorproduzierten Materials unterschiedlich zu reagieren und sich so des besonderen Privilegs bewusst zu sein, über das sie verfügt: Klang mit und durch den ganzen Körper hören und interpretieren zu können.
Ailís Ní Ríain / Claude Debussy:
«The Height of Me» (2018)
Vom Auftraggeber wurde ein neues Klavierwerk gewünscht, das an die erste Minute von Debussys Originalkomposition anschließt – eine faszinierende Aufgabe. Das Stück basiert auf «Les soirs illuminés par l’ardeur du charbon», welches als Debussys letztes Klavierwerk gilt. Das Manuskript, das erst 2001 wieder aufgetaucht ist, diente Debussy offenbar im harten Kriegswinter 1916/17 als Bezahlung für seinen Kohlenhändler. Der Titel ist einer Zeile aus Baudelaires Gedicht «Le balcon» entnommen.
Julie Herndon:
«Heart» (2026, UA) für Video, Licht und Klavier
Den Ausgangspunkt von «Heart» bilden von der Biologie vorgegebene Rhythmen: Puls und Atem – also Rhythmen, die wir alle spüren – dienen dazu, ein vierköpfiges Kammermusikensemble miteinander zu verbinden. Diese individuellen Rhythmen entwickeln sich, von den Körpern ausgehend, kontrapunktisch und lassen so einen gemeinsamen Raum entstehen.
Bewegung, Klang und Licht haben denselben Ausgangspunkt, aber entfalten sich mit unterschiedlicher Geschwindigkeit und Intensität. Klang löst Licht aus, Bewegung steuert Video und Atem wird sichtbar. Diese Elemente treten als eigenständige Stimmen aus dem Gesamtgefüge hervor.
Auf Bildschirmen sind Nahaufnahmen von Einzelteilen eines Flügels und Glühbirnen zu sehen. Diese eröffnen zusätzliche Perspektiven auf die musikalischen und choreografischen Bestandteile, die dem Stück zugrunde liegen. Kleine Aktionen werden auf der Leinwand vergrößert: ein Klavierhammer, der die Saiten anschlägt, Finger auf den Tasten, eine aufleuchtende Glühbirne.
Die klanggesteuerten Lampen – Teil eines gemeinsam mit John Ivers entwickelten Lightbox-Instruments – übersetzen Tonhöhe und Lautstärke in verschiedene visuelle Muster und geben den Aktionen der Performerinnen eine unmittelbare und unvorhersehbare zusätzliche Dimension. Die Glühbirnen flackern, pulsieren und leuchten als Reaktion auf die Intensität von Bewegung und Klang, wobei einige Abläufe und Zusammenhänge genau festgelegt sind, das System in manchen Szenen aber auch gewisse unberechenbare Abweichungen zulässt, was die Wiederholbarkeit erschwert und eine grössere Spannung und Neugier in der Wahrnehmung erzeugt.
Julie Herndon (Kalifornien, USA) ist Komponistin, Performerin und Klangkünstlerin. In ihrer interdisziplinären Arbeit untersucht sie das Verhältnis von Körper, Klang und Technologie. Ihre Arbeiten eröffnen intime und unvorhersehbare Klangwelten, die von der San Francisco Classical Voice als «überraschend expressiv» beschrieben wurden. Herndons Werke wurden international bei Festivals und an Spielorten wie National Sawdust (New York), Musica Nova Helsinki und Música Estranha (Brasilien) präsentiert. Ihre letzten Kollaborationen mit andPlay und dem [Switch~ Ensemble] beschäftigen sich mit dem Ineinandergreifen sozialer, ökologischer und musikalischer Systeme. Derzeit ist sie Assistant Professor für Musiktechnologie und Komposition an der Cal Poly.
Ailís Ní Ríain ist eine irische Komponistin zeitgenössischer Musik, deren Werke weltweit in Auftrag gegeben, aufgeführt, aufgenommen und gesendet wurden. Sie komponierte unter anderem für das BBC Philharmonic, das RSO Wien, Musikfabrik, die London Sinfonietta, das Ulster Orchestra und New Music Dublin. Sie wurde mit dem renommierten Paul Hamlyn Award for Composers ausgezeichnet.
Zu ihren künstlerischen Interessen zählen Konzertmusik, Installation und Musiktheater. 2023 veröffentlichte NMC Recordings ein Porträtalbum ihrer Werke, das große Anerkennung erhielt. Ailís Ní Ríain ist Taub bzw. schwerhörig und setzt sich seit vielen Jahren für bessere Repräsentation und Zugänglichkeit im Musikbereich ein.
Podcast-Transkript „Noch nicht Premiere“ (gekürzte Fassung)
Bastian Zimmermann: Noch nicht Premiere. Der Podcast der Münchner Biennale für Neues Musiktheater. Und nun ist es schon die fünfte und letzte Folge unserer kleinen Podcastreihe Noch nicht Premiere. Heute treffe ich tatsächlich das erste Mal eine Person nicht live, sondern online. Es ist die irische Komponistin Ailís Ní Ríain, die das Stück „Hidden Heartache“ zusammen mit mehreren Musikerinnen und Tänzerinnen und auch der Komponistin Julie Hurnton entwickelt hat. Sie ist schwerhörend bzw. fast taub, und deswegen hilft uns die Online-Situation mit einer Live-Transkription, die sie lesen lässt, was ich zu ihr sage. Das Gespräch ist auf Englisch, und ja, danach sehen wir uns dann wahrscheinlich ganz bald auf der Biennale für neues Musiktheater.
Thank you for having me here, like meeting me, Ailís. Like we know each other from before already, and I'm very happy that you will be part in this Munich Biennale for New Music Theatre. Yeah, like your piece, or not only your piece, but like of a whole team, is called “Hidden Heartache”. Can you maybe talk a bit about the piece, how it happened, how it evolved? And yeah, I don't know what the initial point was to start the project?
Ailís Ní Ríain: Sure. The starting point was Simone Keller's album. Simone is the pianist and music performer in the production. She released an album and a book publication in 2024 called Hidden Heartache, which is also the name of the show in English. And the theme of that book and that recording was to explore social inequality in music history. I think she wanted to develop that work further and she wanted to look beyond, I think, those forms as they represent an archive, I guess, but wanted to create something that had a live performative format that's drawing heavily from her research and outcomes in those materials. I also think a key influence for her and the background to this work was the essay which is called My Life as a Twin by Sandra Hetzel, and that introduces ideas of split identity and alternative selves, and crucially for us in this work also, the idea of translation. And then from that, I think a centralist issue, sorry, a central interest started to emerge, which was around translation as both an artistic and indeed a political act. When we're thinking of translation in regard to language, music, bodies, and of course, really crucially, perception.
So, from the very beginning of the project, it was clear that it should be inclusive as practice. So not just a theme of inclusion, but bringing together Deaf and hearing performers and director collaborators, choreographers, dramaturg, and dancers.
Bastian Zimmermann: Amazing. Like, I'm curious about these, yeah, what these translations can be. And I mean, we are already like, we are talking now also in a translation setting for the ones who listen to the podcast, you read transcription, the live transcription of my words and answer to them. So happy that we have this technique. Can you tell a bit more about this, the actual piece? Like, what can I imagine or what will happen?
Ailís Ní Ríain: Well, Hidden Heartache is a music theater piece. And I guess somewhat unusually, it's in body language. So there's no linear narrative as such. But the piece really is a process of searching for a mutual understanding. And it's back to this idea of translation again, because before deaf— because for deaf people, translation and communication and interpretation is the core aspect of our day-to-day how we work in the world. So for us, we are constantly trying to translate, trying to understand, trying to decipher what people mean and also what isn't being said. So there's a great number of things occurring simultaneously. And in this work, we have two deaf and two hearing performers, both of them simply encounter each other in the stage space. And from those misunderstandings, um, dependencies, and then moments of connection gradually unfold. So the space then becomes a place where music and movement and perception continuously transform into each other. And then we also have what we're referring to as a utopian layer, and that's the attempt to imagine a form of communication which is beyond translation, which brings us back to the idea of body language.
Bastian Zimmermann: And so there are now 4 performers, and one of the performers is Simone Keller also, the musician you mentioned where the inspiration came from. So I imagine a bit more, how to say, complex composition process, not only you sitting at the desk and writing notes down, but can you tell a bit about how you developed the piece and the translations with the performers, with you, like choreographers or the directors?
Ailís Ní Ríain: Absolutely. Well, communication is always essentially connected and entangled with power structures. And no more is this clearer than when it comes to a composer and a performer, who holds the power in that situation? And also, when you behold a deaf and hard of hearing, or a deaf or hearing person, again, it comes back to power structures. Who has the ability? Who has the capacity to understand, and effect change in that kind of relationship. So when it came to the composition process, I wanted to look at this quite differently to how I normally work, because there's quite a team of us and people are coming from very different positions. So we have performers here working in Swiss German, in German, in Portuguese. So on the face of it, people are already speaking in different vocal languages, and then we have sign language, and then we have the physical language and composition. So I wanted to create a work which itself was focused on active listening. So we have a company of deaf and hearing performers, and for me, instead of providing a notated score, which for me is what is given, what's the expected with a composer, I guess, I wanted to try and do something different where I asked the question, what is listening?
And of course, what I don't know is what listening is for a hearing person. I know what listening is for me, but I don't know what it's like in this case for Simone Keller, the musician at the heart of the piece. So I wanted to create a piece that actually puts the focus on her ability to listen, because that is what I don't have in the production, and two of our performers also don't understand the world through a hearing perspective. So in this production, I think it's also kind of crucial to understand that composition is not understood purely as writing music, but as the collective process between the sound, body, and the stage. So it's a number of things coming together. The works in that case then are not simply performed because they're coming from a different place entirely to begin with. So we're looking at material, information, sound, gesture, and it is reinterpreted and then transformed and ultimately redistributed within the ensemble and then to our audience.
„Hidden Heartache“ steht kurz vor der Premiere. Gab es einen besonderen Moment, während der Proben, der dir besonders im Gedächtnis geblieben ist?
Der eindrucksvollste Moment für mich war die erste Durchlaufprobe. Die Art und Weise, wie Klang, Choreografie, Inszenierung und Licht zusammenkamen, war beeindruckend. Jedes Element trug deutlich die Handschrift der beteiligten Künstler*innen und bildete gleichzeitig eine geschlossene künstlerische Aussage.
Wie kam die Zusammenarbeit mit dem Kollektiv ox&öl zustande, und was hat dich daran gereizt, gemeinsam an diesem Projekt zu arbeiten?
Zum ersten Mal habe ich mit ox&öl und der Tänzerin Lua Leirner, die ebenfalls Teil von „Hidden Heartache“ ist, 2021 an einem Projekt namens „Extensions“ zusammengearbeitet. Bis heute gehört es zu meinen liebsten Projekten. Philip (Bartels) und Simone (Keller) sind äußerst reflektierte Künstler*innen, die das Werk immer als Ganzes denken.
„Extensions“ basierte auf Tagebucheinträgen von Enno Park, einem selbsternannten „Cyborg“, Autor und Philosophen, der sein Gehör verlor und später ein Cochlea-Implantat erhielt. Für dieses Stück zu komponieren war meine erste Erfahrung mit Musik für gehörlose Performerinnen und ein gehörloses Publikum. Die Zusammenarbeit mit Lua und der Tauben Community in Zürich hat mir viel über unterschiedliche Arten der Wahrnehmung von Bewegung und Klang vermittelt.
Diese Erfahrung prägt meine Arbeit bis heute.
In „Hidden Heartache“ scheint Bewegung nicht nur Ausdruck zu sein, sondern auch Ausgangspunkt für die Musik – und umgekehrt. Welche Rolle spielen Körper, Bewegung oder räumliche Dynamiken in deinem eigenen kompositorischen Prozess?
Für mich ist Klang Bewegung: Körper, die im Raum resonieren. Deshalb ist meine Musik grundsätzlich theatral und konzentriert sich stark auf die Beziehungen zwischen den Performer*innen und ihren physischen Handlungen.
Wie erlebst du das Zusammenspiel deiner Kompositionen mit den Arbeiten von Ailís Ní Ríain innerhalb eines gemeinsamen Musiktheaterabends?
Philip Bartels und Lee Méir haben auf wunderbare Weise Verbindungen zwischen Ailís’ Arbeit und meiner geschaffen. Obwohl die Stücke sehr unterschiedlich sind, teilen wir einen Zugang zum Klavier, der Interaktion zwischen den Performer*innen und spontane Reaktionen ermöglicht. Dadurch entsteht ein bedeutungsvoller Dialog und eine starke Verbindung zwischen den Arbeiten.
Gab es etwas, das du durch die Arbeit an „Hidden Heartache“ über deine eigene kompositorische Praxis neu entdeckt hast?
Dieser Prozess hat mich daran erinnert, wie wichtig es mir ist, bei Proben präsent zu sein. Mein liebster Teil des Komponierens ist es, Dinge live auszuprobieren und auf das zu reagieren, was im Raum passiert. Besonders genossen habe ich die enge Zusammenarbeit mit den Performer*innen, um das Stück gemeinsam weiterzuentwickeln.
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15.05.SA
16.05.SO
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