MÜNCHENER BIENNALE
FESTIVAL FÜR NEUES MUSIKTHEATER

08/05—
20/05/2026

Diskurs, Intervention & Partizipation

Ob Zwischenstopp bei unserem Biennale Bike, Kompositionsworkshop für Kinder, Nerdwissen am Abend, Diskussionsrunden nach den Vorstellungen oder ein gemeinsamer Start in den Tag mit „Polt & Suppe“: Die Münchener Biennale bietet Neugierigen, Familien und Kindern nahezu rund um die Uhr Möglichkeiten zum Mitmachen, Dabeisein und Austausch.

Zentraler Treffpunkt der diesjährigen Ausgabe des Festivals ist das ZELT auf dem Muffatwerk-Areal, das während des gesamten Festivalzeitraums mit einem abwechslungsreichen Programm und bei sprudelnden Getränken geöffnet ist.

Diskurs

Was gibt's? & Absacker

45 Minuten bevor der erste Ton erklingt, fragen wir gemeinsam „Was gibt’s?“ und geben Ihnen erste Einblicke in die jeweiligen Musiktheaterproduktionen. Im Anschluss an die Vorstellungen laden wir Sie noch zu einem „Absacker“ ein und schaffen Raum, um untereinander und mit den Künstler*innen ins Gespräch zu kommen.

Festivaleröffnung mit Barbi Marković

Barbi Marković balanciert mit ihren Texten zwischen absurden Alltagsszenarien und existenzieller Weltlage. Spätestens seit „Minihorror“, einer Sammlung surreal-humorvoller Kurzgeschichten, für die sie den Preis der Leipziger Buchmesse 2024 erhielt, ist Barbi Marković aus der deutschsprachigen Literatur- und Theaterlandschaft nicht mehr wegzudenken.

Wir freuen uns sehr, dass Barbi Marković Teil der Eröffnung der Münchener Biennale am 08/05/2026 sein wird!

DO

 14.05.
19:00
— 19:45

Hear & Now
Ein Einführungsformat zu „Xochiyaoyotl“
schwere reiter

Unverständlich, sperrig, abstrakt? So wird Neue Musik oft wahrgenommen – zu Unrecht! Bei Hear & Now kommen Sie zeitgenössischer Musik näher. Im Gespräch mit Komponierenden und Interpretierenden, moderiert von Kulturjournalistin Rita Argauer, erfahren Sie mehr über die Werke – bevor sie im Konzert erklingen. Fragen sind willkommen!

SA

 09.05.
11:00
— 12:30

Hans Werner Henze - Komponist, Kommunist, Dandy
Film & Gespräch
Theatiner Filmtheater

Der äußere Widerstand gegen seine Person und sein Werk, Erfahrungen mit Nationalsozialismus und Krieg, die inneren Konflikte als homosexueller Musiker bis hin zu öffentlichen Attacken: All das sind prägende Erlebnisse, die Hans Werner Henze zu dem politischsten Komponisten Deutschlands werden lassen. Gleichzeitig ist er mit seinem weltmännischen Auftreten, seiner eleganten Kleidung und seiner Villa in der Nähe von Rom der Inbegriff des Dandys und Lebemanns. Er sprengte Ansichten und Vorstellungen in musikalischer wie gesellschaftlicher Hinsicht. Anlässlich seines 100. Geburtstages im Juli 2026 macht die Dokumentation die Gegenwärtigkeit seiner Musik hör- und sichtbar – darunter bislang unveröffentlichte Kompositionen und Dokumente von Hans Werner Henze.

Zeitzeug*innen, Schüler*innen, Wegbegleiter*innen und Freund*innen von Hans Werner Henze kommen in dem Film zu Wort. Darunter sind Ian Bostridge, Jörg Widmann, Barrie Kosky, Michael Kerstan, Riccardo Panfili, Camilla Nylund und Edda Moser.

Rundherum
Format-Try-Outs mit Studierenden der Kunstuniversität Graz

Studierende des Masters Musik- und Theatervermittlung der Kunstuniversität Graz gestalten im Rahmen einzelner Produktionen der Münchener Biennale eigene, experimentierfreudige Formate: Im Rahmen von „Was gibt’s?“ werden die Sinne geschärft und Neugierde auf die Produktionen geweckt. Beim gemeinsamen "Absacker" entstehen Gesprächs- und Reflexionsräume, die dazu einladen, Eindrücke gemeinsam zu vertiefen und nicht zuletzt sorgen künstlerische Wegbespielungen zwischen Spielorten dafür, dass der Weg sprichwörtlich zum Ziel wird.

ZELT-Gespräche

Für die 20. Ausgabe der Münchener Biennale wurden zahlreiche Komponist*innen damit beauftragt, gemeinsam mit ihren Teams einen Blick auf ihre individuelle Gegenwart zu werfen, sich mit dem zu beschäftigen, was sie prägt und, was ihnen angesichts der Weltlage essentiell erscheint. Entstanden ist ein vielstimmiges Panorama neuer Musiktheaterwerke, die unterschiedlicher nicht sein könnten und dennoch Verbindungslinien aufweisen. Die ZELT-Gespräche eröffnen einen gemeinsamen Denkraum, in dem diese unterschiedlichen Perspektiven aufeinandertreffen, Expertinnen ihr Wissen teilen und wir Sie dazu einladen, Fragen zu stellen, mitzudiskutieren und mitzudenken.

FR

 15.05.
13:30
— 14:15

Archive
mit Monthati Masebe und Sophie Emilie Beha
Black Box / Fat Cat

Für die 20. Ausgabe der Münchener Biennale wurden zahlreiche Komponist*innen damit beauftragt, gemeinsam mit ihren Teams einen Blick auf ihre individuelle Gegenwart zu werfen, sich mit dem zu beschäftigen, was sie prägt und, was ihnen angesichts der Weltlage essentiell erscheint. Entstanden ist ein vielstimmiges Panorama neuer Musiktheaterwerke, die unterschiedlicher nicht sein könnten und dennoch Verbindungslinien aufweisen. Die ZELT-Gespräche eröffnen einen gemeinsamen Denkraum, in dem diese unterschiedlichen Perspektiven aufeinandertreffen, Expert*innen ihr Wissen teilen und wir Sie dazu einladen Fragen zu stellen, mitzudiskutieren und mitzudenken.

SA

 16.05.
18:30
— 19:15

Musikalische Stückentwicklung
mit Joscha Schaback, Daniella Strasfogel und Martina Fladerer
Festivalzelt

SO

 17.05.
17:00
— 17:45

Die Münchener Biennale
mit Katrin Beck und Manuela Kerer
Festivalzelt

Intervention

Biennale-Bike

Lastenräder prägen das Stadtbild von München. Sie transportieren Kinder, Pakete, mobile Kaffeekioske und vieles mehr. Das Biennale Bike wird von Anfang April bis zum Festival in der Stadt unterwegs sein und das Team der Münchener Biennale in den Austausch mit den Menschen der Stadt bringen. Lernt die Biennale kennen, lauscht in die Ideen der Komponist*innen, spielt eine Runde Tischkicker und findet eure perfekte Vorstellung für den Mai.

pong & pengo

Aus Restmaterialien der Musiktheaterproduktionen entsteht Neues. Das Kollektiv pong & pengo agiert an der Schnittstelle von Baukultur, bildender Kunst und Musik und erzählt die Münchener Biennale mit ihrem Kiosk PONG im öffentlichen Raum weiter.

SO

 10.05.
06:05
— 07:05

FR

 15.05.
06:15
— 07:15

Polt-Suppe
Well bekomm's!
Muffatwerk

Eine Zeremonie für Frühaufsteher*innen ohne Polt&Well, dafür mit Schleicher&Jazdi. Bitte eigene Suppenschüssel mitbringen.

Findet nur bei schönem Wetter statt.

NIGHT SESSIONS – Hybrid Landscapes

Die zeitgenössische Musik betritt mit dieser Reihe ein Territorium, in dem die Grenzen zwischen Ton, Bild und physischer Performance kollabieren. Wenn robotische Eingriffe historische Orgeln in chaotisches Eigenleben versetzen und digitale Speicher hörbar zerfallen, wird Klang zur materiellen Gewalt. In immersiven Live-Settings verschmelzen komplexe Texturen mit Echtzeit-Visuals zu einem synästhetischen Raum, der unsere turbulente Gegenwart mit allen Sinnen erfahrbar macht.

Kuratiert von Dietmar Lupfer — eine Kooperation der Münchener Biennale 2026 und dem Muffatwerk

SA

 09.05.
22:00

Simone Bosco: „REbirth – A/V Concert Real Time Reactive” & DJ Sarmabot
Ampere

Mit „REbirth“bringt Simone Bosco ein immersives audio-visuelles Live-Erlebnis auf die Bühne: Visuals reagieren in Echtzeit auf Sound und konvergieren zu einem synästhetischen Raum. Inspiriert von der Idee „Nichts wird zerstört, alles wird verwandelt“, entfaltet sich ein Kosmos aus komplexen Rhythmen, Melodie und visueller Transformation. Zwischen emotionaler Wucht und feiner Textur entsteht ein Plädoyer für Erneuerung und Verbundenheit.

Beschlossen wird der Abend von einem Set der Münchnerin DJ Sarmabot. Sie versteht Techno als ein offenes, kontextabhängiges Format und kuratiert selbst prägend die Münchner Musiklandschaft im Rahmen von Radio80000 oder dem Blitz Club.

SO

 10.05.
21:30

Abo Abo + Tania Cortés Becerra: „NEW RUINS“
Experimental A/V performance
Ampere

Die unglaublich dichte A/V-Performance „New Ruins“ befasst sich mit der Schnittstelle zwischen Musik, Technologie und künstlicher Intelligenz. Der Sound-Künstler Daniele Carcassi präsentiert unter dem Namen „Abo Abo“ eine einzigartige Verbindung zwischen Plattenspielern, modularen Synthesizern und KI-Tools. Tania Cortés Becerras minimalistische Perspektive erschafft eine impulsbehaftete visuelle Ebene, die sich mit dem Sound zu einem lebendigen System aus Code und Imagination verschränkt.
Das Projekt wurde vom Pariser Zentrum für zeitzgenössische Musik und Klangforschung ICRAM mitentwickelt und 2025 mit dem Prix Ars Elektronica in der Kategorie Digital Music & Sound Art ausgezeichnet.

FR

 15.05.
22:00

Navid Navab – Organism: „In Turbulence Set 1“ & Leila Bordreuil
Ampere

„Organism“ definiert nichts Geringeres als ein neu erschaffenes Instrument: Eine jahrhundertealte Pfeifenorgel, die unter Einsatz von Robotik rekonstruiert wurde, um dessen sozio-historische Tonalität zu destabilisieren. Navid Navab setzt in seiner Solo-Performance instabile Klangfarben frei, die bislang ungehört blieben und lenkt sie in eine klangliche Selbstorganisation, wobei er Polyrhythmen, Post-Rock-Ausläufer und sumpfige Klanglandschaften durchquert. Das Projekt wurde mit der Goldenen Nica des Prix Ars Electronica 2025 ausgezeichnet.

Einen Kontrast bietet der Abend durch Leila Bordreuils anschließendes Set: Die Cellistin bewegt sich fließend zwischen Noise, zeitgenössischer Komposition und Drone und erzeugt einen panoramischen Raum zwischen angespannter Stille und einer beinahe melancholischen Aura.

SA

 16.05.
21:30

Navid Navab – Organism: „In Turbulence Set 2“ & DJ Aquarian
Ampere

„Organism“ definiert nichts Geringeres als ein neu erschaffenes Instrument: Eine jahrhundertealte Pfeifenorgel, die unter Einsatz von Robotik rekonstruiert wurde, um dessen sozio-historische Tonalität zu destabilisieren. Navid Navab setzt in seiner Solo-Performance instabile Klangfarben frei, die bislang ungehört blieben und lenkt sie in eine klangliche Selbstorganisation, wobei er Polyrhythmen, Post-Rock-Ausläufer und sumpfige Klanglandschaften durchquert. Das Projekt wurde mit der Goldenen Nica des Prix Ars Electronica 2025 ausgezeichnet.

DJ Aquarian
Als DJ ist sein rasender Ansatz so kraftvoll wie eh und je, spiegelt seine Produktionsphilosophie wider und schlägt eine Brücke von schnellem Techno zwischen den unterschiedlichsten Genres.

Partizipation

DO

 23.04.
18:00

SA

 09.05.
19:00

Arbeit (er)finden
V01CES//B0D1EZ
Workshop und Premierenbesuch für junge Erwachsene ab 16 Jahren

Welche Arbeiten leisten wir? Wiederholen wir uns? Warum tun wir, was wir tun?
Teilnehmer*innen von „Arbeit (er)finden“ erhalten Einblicke in den kreativen Prozess einer Uraufführung und setzen sich mit ihrem persönlichen Blick auf Arbeitsprozesse und der widerständigen Perspektive des Komponisten Piyawat Louilarpprasert auseinander.

Das Format umfasst einen Workshop sowie den Besuch einer Probe und der Premiere. Das Projekt findet in Kooperation mit der Münchener Volkshochschule statt. Weitere Informationen und die Anmeldemöglichkeiten gibt es hier.

MI

 06.05.
17:00
— 20:00

SA

 16.05.
19:00
— 22:00

Manga und Musik
Workshop und Premierenbesuch für Jugendliche ab 14 Jahren
Lights of Art
Muffathalle

In Zusammenarbeit mit dem LOA - Lights of Art des Kreisjugendrings München-Stadt - laden wir Jugendliche dazu ein, bei einem Manga-Zeichenworkshop in die Produktion „crypt_“ einzutauchen und gemeinsam zur Uraufführung in der Muffathalle zu gehen. Ausschreibung und Informationen gibt es hier zum Download.

SA

 09.05.
11:00
— 15:00

SO

 10.05.
11:00
— 15:00

MO

 11.05.
16:00
— 20:00

DI

 12.05.
16:00
— 20:00

pong & pengo
Rainer-Werner-Fassbinder-Platz

Das Kollektiv Pong&Pengo schreibt die Münchener Biennale im öffentlichen Raum fort: Aus Restmaterialien der Musiktheaterproduktionen entsteht Neues. Beim experimentieren mit Materialresten, wie Stoffen, Hölzern, Requisiten oder Bühnenelementen entstehen neue Ideen und Dinge. So gestalten alle gemeinsam einen Ort, an dem die Themen der Biennale im Quartier weiter reflektiert, neu gedeutet und verarbeitet werden. Kommt vorbei und macht mit!

SA

 09.05.
15:00
— 18:00

DO

 14.05.
15:00
— 18:00

SO

 17.05.
14:00
— 17:00

ZELT-Aktionen
Festivalzelt

An drei Nachmittagen der Münchener Biennale kapern wir das Zelt für spontane Mitmachformate und Experimente mit unserem Zelt-Klavier. Gemeinsam präparieren und gestalten wir das Instrument, um ihm ganz neue Klänge zu entlocken.
Vorbeikommen, Austauschen und Mitmachen – ob spontan oder geplant, kurz oder lang – offen für alle Altersgruppen.

Gemeinsame Sache

Allein in die Vorstellung? Muss nicht sein. Zu ausgewählten Vorstellungen machen wir GEMEINSAME SACHE. Nach einer unkomplizierten Anmeldung treffen wir uns vor der Vorstellung für ein Kennenlerngetränk und eine kurze Einführung. Ein*e Gastgeber*in wird den Abend begleiten, so dass man auf alle Fälle immer Gesprächspartner*innen hat. Und gemeinsam macht es einfach mehr Spaß.