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Monthati Masebe im Gespräch darüber, wie Komponieren zum lebendigen Archiv wird, wenn Sprache verblasst
Koloniale Klanghierarchien und westliche Archivpraktiken haben lange darüber entschieden, welche Instrumente bewahrt werden und welche verschwinden dürfen. Doch was geht verloren, wenn Rhythmen, Melodien und in indigenen Kulturen verwurzelte Tonsysteme verstummen?
Koloniale Klanghierarchien und westliche Archivpraktiken haben lange darüber entschieden, welche Instrumente bewahrt werden und welche verschwinden dürfen. Doch was geht verloren, wenn Rhythmen, Melodien und in indigenen Kulturen verwurzelte Tonsysteme verstummen? Inspiriert von dem Wissen, dass allein in Südafrika mehr als 600 indigene Instrumente gespielt werden, begibt sich Monthati Masebe – Klangkünstler*in, Komponist*in und Heiler*in – auf einen klanglichen Akt der Bewahrung. In der Auseinandersetzung mit den Archiven dieser reichen Tradition arbeitet sie mit Stimme, Obertönen, Bends, Glissandi und schwankenden Tonhöhen, mit ätherischen Vokalisierungen und Kehlkopfgesang, die normative Vorstellungen von „richtigem“ Gesang erweitern und verschieben.
Wenn Sprache verblasst, verändert sich auch die Musik. Komponieren wird zu einem lebendigen Archiv: ein Raum für Resonanz, Erinnerung und kulturelles Wissen jenseits schriftlicher Überlieferung. Im Habibi Kiosk kommen wir zusammen für eine Begegnung mit dieser Praxis und für ein Gespräch mit Monthati Masebe über Archivierung, Klang und die Dringlichkeiten, die ihre künstlerische Arbeit heute prägen.
Koloniale Klanghierarchien und westliche Archivpraktiken haben lange darüber entschieden, welche Instrumente bewahrt werden und welche verschwinden dürfen. Doch was geht verloren, wenn Rhythmen, Melodien und in indigenen Kulturen verwurzelte Tonsysteme verstummen? Inspiriert von dem Wissen, dass allein in Südafrika mehr als 600 indigene Instrumente gespielt werden, begibt sich Monthati Masebe – Klangkünstler*in, Komponist*in und Heiler*in – auf einen klanglichen Akt der Bewahrung. In der Auseinandersetzung mit den Archiven dieser reichen Tradition arbeitet sie mit Stimme, Obertönen, Bends, Glissandi und schwankenden Tonhöhen, mit ätherischen Vokalisierungen und Kehlkopfgesang, die normative Vorstellungen von „richtigem“ Gesang erweitern und verschieben.
Wenn Sprache verblasst, verändert sich auch die Musik. Komponieren wird zu einem lebendigen Archiv: ein Raum für Resonanz, Erinnerung und kulturelles Wissen jenseits schriftlicher Überlieferung. Im Habibi Kiosk kommen wir zusammen für eine Begegnung mit dieser Praxis und für ein Gespräch mit Monthati Masebe über Archivierung, Klang und die Dringlichkeiten, die ihre künstlerische Arbeit heute prägen.