mystery – mach dir kein bild

Interaktive Video-Oper für zwei Sänger und Streichquartett

Konzept: Helga Pogatschar, Michael Bischoff
Komposition/Musikalische Leitung: Helga Pogatschar (* 1966)
Libretto: Achim Wagner

Raum/Licht: Michael Bischoff
Video: Jörg Staeger
Regie bei Videodreharbeiten: Sebastian Hirn
Videotechnik: Thomas Mahnecke
Tontechnik: Boris Kluska
Produktion/ Presse: Claudia Illi

Gesang/ Video und Live: Monika Lichtenegger (Sopran), Christian Hilz (Bariton)
Streichquartett: Joe Rappaport, Violine; Luciana Beleaeva, Violine; Gunter Pretzel, Viola; Graham Waterhouse, Violoncello

Eine Koproduktion von Helga Pogatschar mit der Münchener Biennale und Schwere Reiter MUSIK

Gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München, dem Fonds Darstellende Künste e.V., der Kulturstiftung der Stadtsparkasse München, dem Bezirk Oberbayern, dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst und dem Bayerischen Musikfonds.

mystery – mach dir kein bild

In ihrer neuen interaktiven Video-Oper thematisiert die Münchner Komponistin Helga Pogatschar die Unmöglichkeit einer Wahrheit: „Mach Dir kein Bild“. Zentrales Moment von mystery ist die Infragestellung unserer Realitätswahrnehmung, von Realität überhaupt.

Angelehnt an Platons Höhlengleichnis, in dem für die von Geburt an in einer Höhle Gefangenen die Schatten an den Wänden zu realen Wesen werden, spielt mystery mit diesen Gefangenen, die zu ihren eigenen Schatten werden. Geht Platon von einer möglichen Erkenntnis aus, die sich beim Verlassen der Höhle gewinnen ließe, zweifelt mystery diese Erkenntnis an und entwirft weitere Schattenwelten, in lediglich größerem Ausmaß. Die Gefangenen können sich zwar in diese Welten hinein begeben, darin wird aber – unter anderem über die Dekonstruktion von Sprache dargestellt – jeder scheinbare Erkenntnisgewinn, die Selbstgewissheit der Protagonisten bezüglich ihrer Umwelt und sich selbst, immer wieder aufgelöst. Sie bleiben Gefangene. Jeder Versuch, die jeweils mittelbare und unmittelbare Umgebung zu durchdringen, führt letztlich nur zu neuen und temporären Schattenwürfen an den Begrenzungen, die dem Verstand gesetzt sind.


Uraufführung

Do 10. Mai, 20.30 Uhr
Schwere Reiter

Weitere Vorstellungen

Fr 11. und Sa 12. Mai, 20.30 Uhr

Karten: € 15, ermäßigt: € 8
ONLINE-KARTENVERKAUF: www.muenchenticket.de