An Index of Metals

Eine Video-Oper von Fausto Romitelli (1963–2004)

Text: Kenka Lèkovich
Videos: Paolo Pachini, Léonardo Romoli

Videotechnik: Rainer Kienemann
Tontechnik: Paolo Mariangeli
Produktionsleitung: Philipp Kolb

Ensemble piano possibile: Sascha Friedl, Flöte; Susanne Schlusnus, Oboe; Carola Schaal, Klarinette; Philipp Kolb, Trompete; Zoltan Hahner, Posaune; Gesa Harms, Violine; Nancy Sullivan, Viola; Philipp von Morgen, Violoncello; Martin Wolfrum, Klavier/ Keyboards; Johannes Öllinger, E-Gitarre; Luis Hölzl, E-Bass; Dorothée Streubel, Cue-Girl
Sopran: Anna Maria Bogner
Musikalische Leitung: Johannes Kleinjung

Ein Projekt von piano possibile in Kooperation mit der Münchener Biennale und der Hochschule für Musik und Theater München.

An Index of Metals

Ein Magma von Klängen, Formen und Farben.
Die Handlung: Hypnose, Besessenheit und Trance

An Index of Metals (2003) ist das letzte Werk des 2004 verstorbenen italienischen Komponisten Fausto Romitelli. In dieser Video-Oper verschmilzt die Musik Romitellis mit den Videokompositionen von Paolo Pachini und Léonardo Romoli zu einem genresprengendem Gesamtkunstwerk.

Romitellis Komponieren liegt die Idee zugrunde, Klang als eine Materie zu denken, die durch Einbeziehung elektronischer Verstärkung und elektroakustischer Prozesse wie auch durch simple kompositorische Organisation der einzelnen Instrumente zu Klangskulpturen geformt werden kann, deren wesentliche Merkmale Struktur, Stärke, Porosität, Dichte, Helligkeit und Elastizität sind.

Der Höreindruck von Romitellis Musik bestätigt diese Aussage und macht den Sonderweg dieses Komponisten deutlich, der sich ästhetischen Grenzziehungen generell verweigert hat und stattdessen immer darauf bedacht war, jenseits akademischer Kompositionstechniken auch Sounds anderer Genres in seine sehr persönliche Klangsprache zu integrieren.

Das Originallibretto von Kenka Lèkovich, ein dreiteiliges Gedicht mit dem Titel Metalsushi bildet die Grundlage, an der entlang Romitelli seine Oper konstruiert. Hierbei besetzt er elf elektronisch verstärkte Instrumente und einen elektronisch gefilterten Sopran. Vor, zwischen und nach den vier großen Vokalteilen finden sich mit Introduktion, mehreren Intermezzi und der Cadenza einige rein instrumentale Abschnitte, in denen Romitelli den speziellen Charakter seiner Musik, ihre Modellierung aus Fundstücken der Popkultur oder aus Klängen, die durch elektronische oder auch geräuschhafte Anteile verfremdet werden, ganz besonders hervorkehrt.

www.pianopossibile.de


Aufführungen

Fr 11. und Sa 12. Mai, 20.30 Uhr
Reaktorhalle

Karten: € 15, ermäßigt: € 8
ONLINE-KARTENVERKAUF: www.muenchenticket.de